Schon als ich damals im schicken Glaskasten eines DAX-30-Konzerns in Frankfurt saß fiel mir auf, was für ein bunter Lichtblick es war, wenn sich zu seltenen Anlässen ein Kind der KollegInnen in unser Gebäude verirrte. Damals wuchs in mir die Frage, warum wir eigentlich die Welt der Kinder und der Erwachsenen so künstlich trennen?

Mich interessieren nicht Deine Kopfgründe, warum das nicht anders geht. Mich interessieren Deine Herzensgründe, wie es anders geht.

Ich habe ein neues Experiment gewagt und bin für einen Vormittag wieder in die Schule gegangen. In die Vorschule, um genau zu sein. Ich wollte von den MeisterInnen der Improvisation und Authentizität lernen. Was für eine Freude, als sich im morgendlichen Begrüßungskreis eine 4-Jaehrige auf meinen Schoss setzte, als sei es die selbstverständlichste Sache der Welt. Ich fühlte auch ansonsten viel Freude – beim Wimmelbilder nach Kiwis durchschauen, beim Türen- und Handpuppenzeichnen, beim Gegenstände suchen im Freien, und vieles mehr. 

Ich fühlte auch Traurigkeit. Mir wurde bewusst, wie sehr es den meisten Kindern einfach nur darum geht, Zeit mit ihren Eltern zu verbringen. Diese Vorschule ist ein Paradies für Kinder und ein toller Haufen gleichaltriger 4- bis 5-Jähriger tollt sich dort meist fröhlich. Dennoch flossen viele Tränen, als die Kinder am frühen Morgen gebracht wurden. Manche wurden auch später plötzlich von ihrer Traurigkeit eingeholt, weil sie ihre Mutter so sehr vermissten.

Ich fand es so spannend, diese Seite zu beobachten, weil ich ja eine sehr gute Vorstellung davon habe, in welche Welt die Eltern entschwinden, wenn sie ihre Kinder in der Vorschule abgegeben haben. Die meisten dieser Eltern gehen in einen Routine-Job, um den Lebensunterhalt und/oder einen guten Standard zu erwirtschaften. Das ist ja gut und schön. Allein, echtes Herzensglück sieht meist anders aus. 

Warum? Warum haben wir uns das so getrennt eingerichtet – Eltern hier hin, Kinder da hin? Oder besser: Warum erhalten wir diese Trennung aufrecht als gäbe es keine andere Möglichkeit?

Gerade heutzutage wissen wir doch, was für eine kreative Kraft in Kindern steckt. Wir sehen, wie Jugendliche die Welt verändern mit ihren Idealen und innovativen Ideen. Von kleinen Kindern können wir lernen, im Moment zu sein, nichtlinear zu denken, Dinge zu hinterfragen. Warum verbinden wir nicht die Arbeitswelt der Erwachsenen mit der Spielwelt der Kinder?

Ich bin dafür. Und mich interessiert, wie das geht. Willst Du das mit mir gemeinsam erforschen?

Dann melde Dich bei mir.

Kategorien: Allgemein

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